Carp Syndicate
 
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Hallo, ich bin Daniel und seit 8 ½ Jahren Karpfenangler. Eigentlich konnte ich mich als damals eingefeischter Raubfischangler in keinster Weise für das Karpfenfischen begeistern – ich hatte bis dahin auch noch nie einen Karpfen gefangen. Karpfenfischen schien in meinen Augen einfach nur stinklangweilig zu sein. Bis zu jenem verregneten Sonntag als ich beim Einpacken meiner letzten Rute, die ich mit einem Tauwurm bestückt hatte, verzweifelt nach dem Schwimmer ausschau hielt. Der war unauffindbar. Beim einholen stiess ich dann auf einen unbeschreiblichen Widerstand, der sich nach 20-minütigem Drill dann als 14 Pfünder-Schuppenkarpfen entpuppte. ----- Ich war infiziert, sämtliche Ersparnisse alle Gehälter und andere Finanzspritzen wurden in Ruten, Bivies, Echolt und ungezähltesTackle umgewandelt. Nach ca. zwei Jahren hatte ich dann so ziemlich alles zusammen.
Meine Freizeit verbrachte ich 7 Tage in der Woche bzw. 365 Tage im Jahr am und im Wasser. Die Fangresultate sprachen für sich: weit über 1000 Pfund / Saison waren keine Seltenheit. Von 1993 gründete ich zusammen mit einem Angelhändler in unserer Ecke den `Carp Club K.Köhler` (benannt nach dem Angelladen). Durch Kurt gesponsort bombadierten wir alle umliegenden Teiche mit Boillies aus eigener Herstellung.
Dann kam der erste Trip nach Frankreich, M a d i n e hiess unser Ziel. Den Kopf voller Vierzigpfünder und von Kurt heiss gemacht, machten wir uns auf den Weg.
Ein 10-Pfünder war unser Resultat nach zwei Wochen. Kurt war super enttäuscht – wir auch.
Inzwischen hatte sich unser „Club“ auf einen harten Kern von zwei Mitgliedern reduziert. Andreas, alias ‚Dreas‘ und mich. Kurt sah auf einmal keinen Sinn mehr darin uns mit Futtermitteln auszustatten und löste kurzerhand den „Club“ auf.
Ich bekam einen Job weit ausserhalb meiner Fischgewässer, mein Kumpel studierte inzwischen Bio in Bonn, und so kam es, dass wir nur noch an den Wochenenden an den Pool kamen. Na ja .
Inzwischen lebe ich mit meiner Freundin Kerstin und ihren drei Kids zusammen. Wir machen ungefähr 5 bis 10 Wochenendtrips ans Wasser. 2-3 mal fahren wir für 1 bis 2 Wochen an französische Teiche und treffen uns mit anderen Carp Syndicate Mitgliedern.
Obwohl ich in den letzten Jahren deutlich weniger Zeit am Wasser verbracht habe, habe ich in dieser Zeit meine grössten Fische gefangen.

Soviel zu mir.

Rigs:
Als Schwimmkörper dient eine effe Styroporkugel, die man in jedem Bastelgeschäft bekommt. Ich habe sie mit einem PVC-Tube durchbohrt, an dessem unteren Ende ein Leadger-Bead befestigt, durch das die Vorschlagschnur läuft. Sowohl unterhalb, als auch oberhalb der Kugel habe ich ein Leader-Bead auf den Tube geschoben und somit die Kugel fixiert. Auf dem Tube kann man ein Knicklicht anbringen, so dass man die Fluchten des Karpfens bei Nacht genial verfolgen kann. Echt genial !!! (Erinnert so’n bisschen an den „Weißen Hai“ ,ne ?!?)
Die Länge der Schlagschnur richtet sich ungefähr nach der Wassertiefe. Als Stopper fungiert der Wirbel, der Haupt- und Schlagschnur miteinander verbindet. Wir haben Amnesia als Schlagschnur verwendet und sehr gute Efahrungen mit ihr machen können. Inline-Bleie von min. 150g sorgen dafür, dass die Montage auch bei Wind dort liegen bleibt wo wir sie plaziert haben. Riesengrosser Vorteil der Inline-bleie ist, dass sie nicht, wie z.B. Helicopter-Bleie, wie ein Anker seitlich der Schnur nach Wurzeln angeln während ein gehakter Fisch die Flucht ergreift. Die Vorfachmontage beibt jedem selber überlassen. Meine Devise: Je einfache, desto besser !!
Nachteile der Montage sind:
1. Man braucht ein Boot um sie zu auf’n Spot zu bekommen
2. Bei Distanzen >100m können Seitenwinde lästig werden, wenn Grünzeug auf dem Wasser treibt

Sie ist aber absolut unschlagbar im Holz und im Kraut. So konnte ich auch mein 40.3lbs Schätzchen aus dem Unterwasserwald ziehen.
Diese Montage hat uns auch in unseren Gewässern schon so manchen Karpfen beschert.

 


 
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